Den 3 Erzengeln Rafi, Gabi und Michi ist langweilig. Sie beschließen,
auf die Erde zu gehen,
um dort zu sehen,
inwieweit sie auf ein und dieselbe Geschichte Einfluss nehmen können.
Sie
entschließen sich, König Lear und Graf Gloster der gleichen Prüfung zu
unterziehen;
dabei aber wollen sie beiden den ein oder anderen Stein in den Weg legen.
Während Lear die Zerstrittenheit
der Familie selbst herbeiführt, indem alle Beteiligten schwer beleidigt,
wird
er doch von seinen Mitmenschen stets begleitet, gestützt, ihm wird verziehen
und seine Geschichte endet in einem hell erleuchteten Zelt, sein Kopf auf dem
Schoß seiner Lieblingstochter Cordelia,
die ihm ebenso verzeiht wie alle anderen
Mitmenschen um ihn herum.
Gloster versucht, seine Familie
zusammenzuhalten. Er wird das Opfer einer Intrige seines Sohnes Edmund.
Dieser wird wiederum von seiner Frau Elisabeth dazu angestachelt.
Weil Gloster den Sachverhalt nicht
glauben will und stets nach Wahrheit und Einigkeit strebt, wird er von
Edmund geblendet.
Als er sich von den Klippen stürzen will, kann sein verstoßener Sohn Edgar ihn im letzten Moment
davon abhalten.
Kurzfristig scheint es zu einem guten Ende zu kommen, doch das
Schicksal lenkt Edmund zu ihnen:
Es kommt zu einem Kampf in dem Edgar fällt.
Das Schicksal
legt Edgar in die Arme Glosters, der darüber stirbt.
Der Schluss um die drei Engel stellt den Zynismus des Schicksals in ganz
besonders überraschender Weise dar.
Ein Operndrama nach der wohl erschütterndsten Tragödie Shakespeares,
mit Zitaten aus "Hamlet" und "Macbeth".